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Agil, Best Practice, Change… was bleibt?

Vorgestern kam ich aus Berlin zurück. Ich war zwei Tage für den BPM unterwegs, erst zum Treffen der Regionalgruppenleiter/innen und Stellvertreter/innen und dann zur Gesamtvorstandssitzung. Zwei Tage mit sehr guten Gesprächen, unterschiedlichen Standpunkten und teilweise heißen Diskussionen. Der Verband lebt, und das ist auch gut so! Ich habe einige Impulse für mich mitgenommen und bin schon gespannt darauf, was wir in den unterschiedlichen Bereichen umsetzen werden.

Und wie das so ist, wenn sich Personalerinnen und Personaler treffen, fällt in den Unterhaltungen auch das eine oder andere Schlagwort, oder Buzzword, um es „modern“ auszudrücken. Irgendwie hat da jede und jeder ihr und sein Lieblingswort und auch eines, was er oder sie überhaupt nicht mehr hören kann.

Agil steht ziemlich weit oben auf dieser Liste, ebenso Change. Best Practice soll ja etwas Positives sein, aber auch das mag mancher schon gar nicht mehr hören und lesen (ein kurzer Gedankenanstoß dazu: muss es immer Best Practice sein, oder kann auch Good Practice bereits einen Unterschied machen?). Auch gern genommen: disruptiv, Globalisierung, Transformation, Innovation, Visibilität, 4.0…

Mein ganz persönliches Wort, das mir auf den Keks geht, ist „VUKA-Welt“. Wenn man es ganz simpel übersetzt, heißt es, dass die Welt bunt und vielfältig ist. Offiziell steht VUKA für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Alles also irgendwie negativ oder zumindest mit einem gewissen Misstrauen besetzt. Und in dieser Welt müssen wir agil sein (ja, genau) und unser Mindset (noch so ein Wort) ändern, um dem Ganzen noch Herr werden zu können. Und da wir dem ganzen aber gar nicht Herr werden können, weil alles so komplex und unsicher ist, wird Führung und Zusammenarbeit noch schwieriger, als es immer schon war. Oder auch nicht, weil es ja eh alles im Fluss ist.

Da schwirrt einem der Kopf.

Ich habe überhaupt nichts gegen Fachbegriffe. Im Gegenteil, sie sind da nützlich, wo sie helfen, einen Sachverhalt klar auszudrücken und etwas zu definieren. Aber mit schwammigen Phrasen habe ich so meine Schwierigkeiten. Die bringen oft mehr Verwirrung als dass sie zur gelungenen Kommunikation beitragen. Es sei denn, man nutzt sie, um ins Gespräch zu kommen. Vielleicht haben Sie ja Lust, hier in den Kommentaren oder bei Twitter von Ihrem Lieblings-Buzzword oder dem Ausdruck mit dem größten Nervpotential zu erzählen? Ich freue mich darauf!

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