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Bewerbungstipp (45): bitte kein Voodoo

Manchmal glaubt man ja nicht, was man vor dem ersten Kaffee schon lesen darf – letzte Woche „erwischte“ mich Stefan Reiser bei Twitter mit diesem Tweet.

Da hat so ein Schlauberger, der aus Funk und Fernsehen bekannt ist (also, zumindest den Leuten, die die Sendungen gucken, in denen er vorkommt), die These aufgestellt, dass Personaler als erstes auf das Bewerbungsfoto schauen und dass man das Foto doch bitteschön anpassen möge aufs Unternehmen und auf den „Spiegeleffekt“ hoffen, weil gerne Leute eingestellt würden, die so sind wie man selbst.

Au weia, sagt da jede und jeder halbwegs (aus-)gebildete Personalerin und Personaler und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen oder verschluckt sich am Kaffee.

Bitte, bitte, liebe Bewerberinnen und Bewerber: tut’s nicht.

Und liebe Kolleginnen und Kollegen, lasst Euch nicht für dumm verkaufen und kümmert Euch um eine professionelle Personalauswahl.

Über die Fotodiskussion sollten wir im Jahr 2018 doch allmählich hinausgekommen sein.

Mal völlig abgesehen davon, dass es nicht unbedingt zielführend sein muss, Leute einzustellen, die so sind wie man selbst – vielleicht braucht es ja ganz andere Fähigkeiten, damit das Unternehmen vorankommt. Aber das ist ein eigenes Thema und wird bei Gelegenheit aufgegriffen.

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Bewerbungstipp (9): Stellensuche

Heute kurz und knapp ein paar Worte über die vielfältigen Möglichkeiten, nach offenen Stellen zu suchen. Es gibt Online-Stellenbörsen Metasuchmaschinen die Arbeitsagentur die Karriereseiten von Unternehmen bzw. deren Webpräsenz Businessnetzwerke wie LinkedIn oder Xing Tageszeitungen Fachzeitschriften Jobwalls auf Barcamps oder Konferenzen das eigene Netzwerk Webpräsenz von Personalvermittlern Webpräsenz von Berufsverbänden … Für welche Suchstrategie man sich entscheidet, und welche Möglichkeiten man nutzt und in welcher Kombination, hängt u.a. davon ab, in welchem Bereich man sucht. Ich kann dazu keine Empfehlung geben, die für jede Situation passt. Es gehört einiges an eigener Rechercherarbeit dazu, aber das lohnt sich auch. Oft verbergen sich in Fachzeitschriften oder Branchenmagazinen interessante Vakanzen, und manchmal ist ein spannender Job auch in der guten alten Tageszeitung ausgeschrieben. Schauen Sie, wenn Sie auf Jobsuche sind, nicht nur in eine Richtung. Wie stark Sie Ihr eigenes Netzwerk nutzen wollen, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie aktuell in Lohn und Brot stehen, überlegen Sie gut, ob, wo und wie Sie öffentlich machen können, dass Sie aktiv nach etwas Neuem Ausschau halten. Es gibt meiner Erfahrung nach nur sehr wenige Arbeitgeber, die es amüsiert, von der Wechselmotivation ihrer Mitarbeiter durch Beiträge bei Xing, Facebook, LinkedIn oder Twitter zu lesen. Neben der Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen gibt es auch die Möglichkeit, sich initiativ zu bewerben, das soll heute aber noch nicht das Thema sein. Ich werde es bei Gelegenheit hier aufgreifen.

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