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Leseempfehlung: „future-hr-blog“

Heute möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, frischen Lesestoff meines geschätzten HR-Kollegen Dirk Ollmann ans Herz legen.

Er schreibt in seinem ersten Blogbeitrag auf Englisch darüber, was künftige Herausforderungen in der Personalarbeit sein könnten, was Industrie 4.0 für HR bedeutet, und lädt ein, den Faktor Mensch in den Fokus zu rücken.

Ich hoffe natürlich, dass wir bald mehr von ihm lesen werden und wünsche allen jetzt schon ein schönes Wochenende!

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Freitagsgedanke: das H von HR

Kaum eine Woche vergeht, in der mir nicht irgendein Hinweis zu einem tollen Tool, einer Social Media Neuerung oder eine Idee zu einer völlig neuen Art von Personalarbeit ins E-Mail-Postfach oder in meiner Twitter-Timeline flattert.
Ich schrieb neulich über Veränderungen, und dass manches doch viel langsamer passiert, als Trendforscher uns das glauben machen. Das hat gute und weniger gute Seiten, darauf will ich heute nicht noch einmal eingehen.
Aber eine Sache fällt mir auf. Genauer gesagt, zwei.
Zum einen scheinen viele Personaler, vor allem, wenn sie stark onlineaffin sind, doch in einer Art Filterbubble zu leben. Dass es Menschen „draußen“ gibt, die mit der Abkürzung HR überhaupt nichts anfangen können, wird gerne mal vergessen. Wenn ich erzähle, dass mein Jobtitel „HR Manager“ lautet, scheint der Teil „Manager“ weitgehend klar zu sein, aber „HR“? Was ist das? Sage ich dann, Personalwesen, dann kommt oft die Antwort, ach, sag das doch gleich.
Beim R von HR, bei „Resources“, scheiden sich ebenfalls die Geister. Viele Menschen, mit denen ich spreche, mögen es nicht, als Ressource bezeichnet zu werden. Interessant an dieser Stelle der Hinweis im Duden, der Gebrauch des Wortes „Ressource“ sei „bildungssprachlich“. Was viele Menschen noch weniger mögen, ist, wenn man statt „Human Resources“ den Begriff „Humankapital“ verwendet. Allerdings hat sich dieser Begriff zumindest bislang noch weniger durchgesetzt.

Es gibt vereinzelt Impulse, „HR“ anders zu übersetzen, z.B. „Human Relations“ – klingt auf den ersten Blick gut, dürfte es aber außerhalb der Filterbubble auch eher schwer haben. Konzepte wie „RH“ (Resourceful Humans) haben immer mehr Fans, funktionieren aber auch (noch) nicht überall.

Zum anderen habe ich mitunter den Eindruck, dass das H von HR zwischen all dem technologischen Rauschen irgendwie untergeht. Dass wir als Personaler mit und für Menschen arbeiten, ist den meisten vermutlich klar, aber gleichzeitig scheint das so selbstverständlich zu sein, dass man es nicht bewusst wahrnimmt.

Dabei sind es die Menschen, die den Einsatz von Technologien unterstützen, möglich machen oder auch verweigern. Das eine ganz ohne das andere funktioniert nicht. Eine Welt ohne Technologie wird es nicht geben, und „früher“, als die Welt noch schwarz-weiß war (denken Sie an alte Filme, alles schwarz-weiß), war nicht alles romantisch und toll. „Zurück zur Natur“ ist nicht immer die Lösung und soll heute auch gar nicht mein Thema sein.
Es geht darum, zu schauen, wie wir sinnvoll arbeiten können, wie technische Neuerungen und Entwicklungen mit den Menschen eingesetzt werden können, nicht gegen sie.

Wenn ich an meinen Arbeitsalltag denke, so haben viele Probleme, wegen derer ich um Rat gefragt werde, ihre Wurzeln nicht etwa in Tools oder im Fehlen von Tools, sondern in ganz „einfachen“ menschlichen Themen. Kommunikation, Missverständnisse, Gefühle, Wünsche, die ganze Palette des Menschseins ist da dabei. Das macht die Arbeit so spannend und anstrengend zugleich.
Die Menschen brauchen einen Rahmen, in dem sie gut und erfolgreich zusammenarbeiten können, und Technologie kann in diesem Rahmen durchaus eine Rolle spielen. Trotzdem dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, was die Themen sind, die die Leute bewegen.

Eine faszinierende Quelle dafür, wie alt manche Fragestellungen sind, mit denen wir uns auch heute immer wieder befassen, ist das Buch der Sprüche Salomos im alten Testament der Bibel. Und nicht nur da findet man Hinweise darauf, dass die Menschen bei allem technischen Fortschritt auch im Jahr 2016 noch keine Roboter oder Androiden sind, und vermutlich werden sie das auch nie.

Lassen Sie uns also die Menschen im Blick behalten, egal, ob wir uns jetzt „HR Manager“, „Personaler“, „Humankapitalist“ oder ganz anders nennen.

Zum Weiterlesen empfehle ich heute (wieder einmal) den geschätzten Kollegen Robert Franken: https://digitaletanzformation.wordpress.com/2016/04/20/digitales-deutschland-system-upgrade-dringend-empfohlen/

Und weil Menschen bei allem Spaß an der Onlinekommunikation auch mal zusammensein sollten, finden Sie mich heute Abend in Wiesbaden beim „weltweit erste klimaneutrale Net(t)working-Event für frechmutigx Personalx“, das zum 3. Mal stattfindet: https://personalmarketing2nullandfriends.wordpress.com/

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

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Veränderungen

„Du hast Dich ja überhaupt nicht verändert.“ Haben Sie das schon einmal gehört? Auf einer Familienfeier oder beim Klassentreffen? Wie geht es Ihnen mit einer solchen Aussage?
Es gibt Menschen, die finden das toll. Hurra, ich bin nicht alt und runzelig geworden, nein, ich habe mich nicht verändert, ich bin immer noch so hübsch wie damals, oder auch, ich bin immer noch klug und charmant.
Es gibt Menschen, die finden das schrecklich. Wie jetzt, ich hab mich nicht verändert? Stillstand, keine Entwicklung, das kann und darf doch nicht sein.

Manche Veränderungen kommen langsam und stetig, andere ganz plötzlich. Manche passieren bewusst, manche unbewusst. Manches, was sich verändert, kann ich mir aussuchen, anderes erfolgt ohne mein Zutun.

Wie ich jetzt heute auf das Thema komme, und was das überhaupt mit HR zu tun hat?

Nun, ich stolperte bei Xing über einen Artikel von Eva Selan von hrweb.at mit einer Infografik zur „Evolution von HR“.

Neugierig, wie ich bin, tauchte ich in die Tiefen der Suchmaschinen ab und fand die Infografik bei Mindflash wieder.
Schauen Sie mal, wann dieser Beitrag gepostet wurde. Vor ziemlich genau 5 Jahren.

Haben Sie auch so gestaunt wie ich? Hat sich denn in 5 Jahren so gar nichts getan bei HR? Oder sind die Veränderungen so klein und schleichend, dass wir, die wir mitten drin sind im Geschehen, sie gar nicht bemerken? Muss vielleicht jemand auf uns zu kommen und sagen, hey, Du hast Dich verändert, oder auch nicht?

Wie die berühmt-berüchtigten drei Seiten der Medaille hat das Thema Veränderung und Veränderungsgeschwindigkeit auch mehrere Facetten. Wenn man etwas erreichen will, kann es frustrierend sein, nach einer Weile immer noch nicht weitergekommen zu sein – tatsächlich oder auch nur gefühlt. Manchmal kann es aber auch beruhigend sein, dass die Dinge sich eben nicht so schnell ändern, und dass auch die Langsamen unter uns die Möglichkeit haben, irgendwie mitzukommen.

Sehe ich ein gewisses Beharrungsvermögen positiv oder negativ? Sehe ich Stabilität und Sicherheit, oder mangelnde Entwicklung und Flexibilität? Es kommt ganz auf den Standpunkt an.

Für HR sollte aus meiner Sicht die Mischung stimmen. Das Bild einer Hängebrücke kommt mir da in den Sinn. Beweglich und stabil zugleich. Eine gute, feste Grundlage, ohne die die Querung der Schlucht nicht möglich wäre, und doch so flexibel, dass sie sich einstellen kann auf unterschiedliche Situationen, auf denjenigen, der leichten Schrittes hinüberrennt ebenso wie auf den etwas bedächtigeren mit den schweren Stiefeln.

Ich bin übrigens ganz froh, dass ich keinen Chip implantiert habe und trotzdem ein gutes Gedächtnis für „meine“ Leute und Themen habe. Haftnotizzettel mag ich übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Haben Sie / Habt Ihr Anmerkungen? Ich freue mich über Post, Kommentare, Tweets…

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