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Delegating & sharing HR tasks

There are quite a lot of people who would love to get rid of the HR function – HR is perceived is being rather useless except maybe for payroll, but there are different opinions on whether payroll is part of HR at all. Most HR people I know love to see payroll as part of accounting, whereas my accounting colleagues tell me it should be part of HR. But that’s another topic.

What I want to talk about today is if and how we could delegate and share some of our HR tasks to others. I’m not an advocate for „zero HR“ because I think HR tasks and role remain, whether you have someone with „HR“ in their job title or not. And I strongly believe that we should open our doors and stop being protective of our tasks and expertise. If we want HR to be more than the internal payroll provider or compliance watchdog or even nanny department, we need to be transparent about what we do and why and how we do it.

It’s perfectly possible to involve team managers and leaders in recruiting, performance management, development and training. Bringing different viewpoints together can be very enlightening, and what good would a training concept do that has been written in the HR department without talking to people what they need? You might think it’s standard and good practice to talk to people before developing trainings and workshops, but that’s not the case everywhere.

So, make sure that you communicate with your internal customers and that you know what their challenges are. Ask them if and how they would like you to get involved. But don’t let them delegate things they don’t want to do upon you! Some leaders are eager to drop the ball and let HR pick it up when they don’t want to conduct difficult conversations with team members.

On the other hand, when it comes to delegation of HR tasks, only give away what you feel comfortable with. However, if you think you can’t delegate anything, leave your comfort zone for a while. It is worth it. Most of our colleagues trust us, so we can trust them to handle the tasks in a good way. And when I talk about delegating, I don’t mean to just give a task to someone without preparing them to deal with the task. Don’t fall into the trap of thinking that „everyone“ can do recruiting. Help leaders and team members to develop the necessary skills and to use the relevant tools. Come together and talk about and try out ways of moderating meetings, leading discussions, preparing a talk or a learning session. Help your colleagues bring in personal experiences and let them share their knowledge.

Think about what you could delegate, and then find a way to do this without putting too much additional work on someone’s desk. It doesn’t help to force a person to do overtime to work on an HR topic.

Maybe you can try and swap desks with someone for a few hours per week. While your colleague from the sales team uses 2 hours to conduct a workshop or train new team members, you could help them out by talking to clients or whatever it is that needs doing. This approach might not work everywhere and not immediately, but it’s worth giving it a try.

And who knows, you might have someone in the company who would be a great addition to the HR team and you just didn’t know about it. Or you might discover a new passion in technical support or marketing. Some people never try something new because they fear they might like it. I would like to encourage you to be open and to explore the possibilities. In my experience, you can’t lose.

Whatever the outcome, you will be richer.

Oh, and by the way, other colleagues might appreciate your work a lot more once they’ve experienced parts of it themselves. Good HR is not as simple as it seems, and by involving others and by being transparent, we can show what we’re actually doing each day and why our work is relevant. And even if the experiment results in your HR team being dissolved and the work being distributed in the company, there will still be a role for you. Don’t be afraid of this change.

Be active and curious and open those office doors.

If you like, drop me a line and tell me about your experiences. Or contact me if you would like to know more or need some nudging to start delegating.

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Eingeordnet unter Leadership, Personalarbeit

Montagsimpuls: HR Manager oder doch eher Facilitator?

HR ist ein Gebiet, in dem sich viel bewegt. Das ist einer der Gründe, warum ich so gerne in diesem Bereich arbeite. Es gibt so viel zu entdecken und die Herausforderung, gleichzeitig Altbewährtes zu bewahren und Neues auszuprobieren und einzuführen, ist immer wieder spannend.

Wofür steht HR? Traditionell meint HR Human Resources, seit einiger Zeit aber auch Human Relations. Weil es um Menschen geht und darum, wie sie gut und sinnvoll miteinander arbeiten können, weil Netzwerke eine wichtige Rolle spielen, und vielleicht auch, weil „Ressourcen“ recht mechanistisch klingt.

HR soll nicht die Kuschelecke des Unternehmens sein, und Kritiker des „Human Relations“-Ansatzes werfen diesem gerne vor, die ebenfalls wichtige zahlen- und faktenbasierte HR-Arbeit zu stark in den Hintergrund zu drängen.

Aus meiner Sicht müssen sich Human Resources und Human Relations nicht ausschließen. Und da, wo Fakten regieren und Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage von Kennzahlen getroffen werden, täte eine stärkere Konzentration auf die Menschen, auf das H von HR, durchaus gut.

Wenn wir aber von HR als Human Relations sprechen, sollten wir uns fragen, ob die Bezeichnung HR Manager weiterhin passt. Denn Netzwerke und Arbeitsbeziehungen lassen sich nicht so einfach „managen“.

Ich möchte in Bezug auf Human Relations eher von HR Facilitation als von HR Management reden.

Es geht um

  • ermöglichen statt erzeugen
  • ermutigen statt erkämpfen
  • entdecken statt erobern
  • entwickeln statt erzwingen

Das Bild vom Gärtner kommt in den Sinn. Wir ziehen nicht am Gras, damit es schneller wächst, sondern wir unterstützen dabei, ein passendes Umfeld zu schaffen, in dem Wachstum möglich ist.

Aber ebenso wie mein Kollege Dirk Ollmann möchte ich davor warnen, in die Nanny-Falle zu tappen. HR Facilitation bedeutet nicht, alle einfach an die Hand zu nehmen und Sorgen, Nöte und Probleme fernzuhalten oder sich aufs weiche Sofa zu setzen und sich nicht (mehr) um die Themen zu kümmern, die das Business voranbringen. Aber diese Sichtweise einzunehmen und sich die Rolle als Ermöglicher wahrzunehmen und auch anderen Führungskräften und vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei zu helfen, sich auf den Weg zur Arbeit 4.0 oder 5.0 oder 5.1 zu machen, hat für mich eine Menge Charme und trägt mit dazu bei, HR weiterzuentwickeln und voranzubringen.

Was meinen Sie? Ich freue mich über Kommentare!

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Mut zur Menschlichkeit

Letzte Woche schrieb ich im Bewerbungstipp, dass es im Vorstellungsgespräch nicht unbedingt darum geht, alles zu sagen, was einem in den Kopf kommt und was man weiß.

Das ist auch weiterhin meine Meinung, und doch möchte ich heute einmal ein kleines Gedankenexperiment wagen.

Wie würde ich, wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Gegenüber im Vorstellungsgespräch zu Ihnen sagt: „Wissen Sie, ich nehme den Termin heute zwar wahr, weil ich nicht absagen wollte, aber eigentlich geht es mir ziemlich schlecht. Denn ich habe gerade unheimlich viel Stress in der Familie habe mit meinem pflegebedürftigen Vater und bin mit meinen Gedanken ganz woanders.“

Wie ginge es Ihnen in einer solchen Situation? Würden Sie das Gespräch aus Höflichkeit führen, aber insgeheim denken, herrje, wie unprofessionell, da will ich nicht arbeiten (oder: den/die will ich nicht einstellen)? Oder würden Sie sagen, wow, wie mutig, da steht jemand ganz und gar zu sich als Mensch und versteckt sich nicht und teilt auch weniger angenehme Gefühle?

Letzte Woche entdeckte ich ein Video von Bettina Stackelberg, in dem sie ein starkes Plädoyer dafür hält, auch schwierige Gefühle nicht nur zuzulassen, sondern auch zu thematisieren und sich „ganz und gar“ zu zeigen.

Und ich dachte mir, einerseits sollte es genau so sein, dass wir so menschlich miteinander umgehen und so ehrlich sein können, doch andererseits ist das eine ganz persönliche Sache, wie viel ich von mir preisgebe und in welcher Situation ich das tue. Von einer „verordnete Offenheit“, wie sie manchmal propagiert wird, halte ich wenig (davon spricht auch Frau Stackelberg nicht). Ich finde es wichtig, anzuerkennen, dass Menschen unterschiedlich mit ihren Gefühlen umgehen und es manchem gar nicht liegt, mutig zu sein oder das Herz auf der Zunge zu tragen, und genauso wichtig ist es, das Zeigen von Gefühlen gerade am Arbeitsplatz nicht mit Schwäche gleichzusetzen. Manchmal gehört eine Menge Mut dazu, zu sagen, wie man sich fühlt und dass das auch Auswirkungen auf die Arbeit hat.

Und seien wir ehrlich, wenn jemand etwas mit sich herumschleppt, merken wir das ja doch irgendwie. Da wäre es manchmal bestimmt angenehm, wenn einer sagen könnte, sorry, Leute, mir geht es dreckig, und bräuchte keine Energie darauf zu verwenden, das vor den Kolleginnen und Kollegen zu verbergen. Dazu braucht es aber auch eine Kultur, die das nicht als Schwäche ansieht und wo niemand zur Zielscheibe von Hohn und Spott gemacht wird, wenn er etwas direkt thematisiert.

Haben Sie Erfahrungen mit Offenheit und dem Ansprechen von Gefühlen am Arbeitsplatz gemacht? Ich freue mich auf Ihre Kommentare – gerne auch per E-Mail, wenn Sie nicht offen darüber schreiben können oder wollen.

 

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