Freitagsgedanke: keine Lust?

Ich bin immer wieder überrascht, mit welchen Suchbegriffen mein Blog gefunden wird.

Der Suchbegriff der Woche ist: „habe keine Lust mehr auf Personalarbeit“. Da stutze ich dann doch mal kurz, denn ich mache meinen Job gerne (also, meistens) und schreibe hier zwar auch mal über schwierige Themen, die einem in HR begegnen können, aber im Allgemeinen ja doch eher positiv.

Was wohl hinter dieser Suche steckte? Jemand, den die Menschen um ihn herum einfach nur nervten? Machen wir uns nichts vor, dieses an sich schöne Ziel „etwas mit Menschen machen“, was viele in die Personalarbeit bringt, kann einem ganz schön den Tag versauen. Denn nicht immer haben wir es mit Menschen zu tun, die so ticken wie wir selbst, die verstehen, was wir machen, die das mittragen, was wir erreichen wollen, oder die sich einfach nur erwachsen verhalten und nicht wie zu groß geratene Krabbelkinder.

Oder hatte da jemand keine Lust mehr auf das Pflegen von Statistiken und das Eintragen von Gehaltserhöhungen in irgendwelche Listen und das Sortieren von Papier? Dass das keinen Spaß macht, wenn es zum Alltag wird oder zur Hauptaufgabe eines Personalers, das verstehe ich gut. Aber: ist das wirklich Personalarbeit? Oder: ist das wirklich alles, was wir können? Was wir sollen, oder gar was wir dürfen?

Ich weiß nicht, wie viele Kolleginnen und Kollegen mit dieser Frage kämpfen. Ich weiß nicht, wie es um die allgemeine Motivation in HR bestellt ist. Ich kann da nur Mutmaßungen anstellen. Was ich aber beobachte, ist, dass selbst bei leidenschaftlichen Personalern das Bedürfnis, sich den Frust von der Seele zu reden oder zu schreiben, wächst, und dass immer wieder jemand aus dem Unternehmensumfeld in die Beratung geht, von dem ich eigentlich dachte, hey, das ist ein Personaler, wie Unternehmen ihn brauchen. Warum das so ist, das weiß ich nicht. Aber vielleicht möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, ja Ihre Gedanken und Beobachtungen mit mir teilen? Gerne als Kommentar hier im Blog, oder schreiben Sie mich einfach direkt an.

Ich würde mich freuen, wenn wir diesen Freitagsgedanken gemeinsam weiterführen würden.

 

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Eingeordnet unter Klartext, Personalarbeit

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