Personalmanagementkongress 2015 (Teil 2)

Auch dieses Jahr hatte ich beim Personalmanagementkongress wieder die Qual der Wahl, weil viele interessante Themen gleichzeitig vorgetragen und diskutiert wurden.
Zum globalen Talent Management sprach Stefan Ingendoh von DDI. Den Anfang des Vortrags habe ich leider verpasst.
Was mir im Kopf geblieben ist:

  • Alles, was HR tut, sollte mit dem Business eng verzahnt sein (fast schon eine Binsenweisheit, aber seien wir mal ehrlich, wie oft wird das in der Praxis tatsächlich gelebt?)
  • Gerade das mittlere Management braucht eine hohe Ambiguitätstoleranz.
  • „Accountability“ und „Zuständigkeitsgefühl“ bei den Führungskräften wecken und stärken!
  • Wenn man Tools einsetzen, müssen diese kulturell passen (Firmenkultur, aber vor allem Landeskultur!)
  • Daten sollten nicht wahllos herausgepickt werden, sondern im Businesskontext genutzt werden.
  • Zur Bildung eines High Potential Pools muss man nicht zwingend mit einem Assessment Center starten, sondern könnte über Nominierung auswählen und das AC später durchführen.
  • Apropos Assessment Center, viele Betriebsräte scheinen den Begriff nicht zu mögen. Pragmatischer Vorschlag aus dem Publikum: „Einfach umbenennen!“

Den Geek in mir habe ich beim Vortrag der Schweizerischen Post zu ihrem Produkt „IncaMail“ glücklich gemacht.
Hier einige Eckpunkte:

  • Auch wenn Digitalisierung in aller Munde ist und vielfach schon Einzug gehalten hat, ist der „Weg zum Mitarbeiter“ vielfach noch analog.
  • E-Mails gelten als unsicher, und das aus gutem Grund. Aber: offene Postfächer im Unternehmen sind auch nicht so sicher, wie die Papierform suggeriert.
  • Der Abruf der Lohnzettel aus dem eigenen Mitarbeiterportal ist bei Mitarbeitern häufig nicht akzeptiert.
  • Die Frage, wo und wie der Mitarbeiter unter Wahrung des Datenschutzes seine Informationen erhalten und ausdrucken kann, muss gestellt und vor der Einführung eines Tools beantwortet werden.
  • Ein pdf mit Passwort gilt nicht als sicher (vor allem, wenn das Passwort als unverschlüsselte E-Mail geschickt wird!)
  • Fazit: der Arbeitgeber muss Dokumente auf sicherem Weg zustellen. Was der Mitarbeiter mit dem Dokument macht, liegt in dessen Verantwortung.

Bleiben Sie dran, morgen geht es weiter mit meinem Kongressbericht.

 

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Eingeordnet unter Führen, Leadership, Personalarbeit

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