Heute schon glücklich gewesen?

Es gibt viele Veranstaltungen zu HR-Themen, regelmäßige und unregelmäßige. Manche sind gut, manche sind okay, und manche möchte ich einfach nicht missen. Dazu gehört das von Ina Ferber organisierte Recruiting Afterwork (http://www.ferber-personalberatung.de/recruiting-afterwork/).
Ina hat ein wunderbares Händchen in der Auswahl ihrer Referenten. So auch gestern, als es um das Thema Glücksforschung ging und was HR Manager und Führungskräfte davon lernen können. Marcus Erken, der in Aachen und Harvard an seiner Promotion arbeitet, führte uns gekonnt und kurzweilig in die Glücksforschung und baute Brücken zum Alltag. Ob und wie man die Erkenntnisse tatsächlich im Unternehmen umsetzen kann, darüber bestand keine rechte Einigkeit, aber die Diskussion war sehr lebhaft und ich habe viele Impulse mitnehmen können.

Zwei Dinge blieben mir besonders im Gedächtnis.
Die meisten Menschen glauben, dass sie nur hart (oder härter) arbeiten müssten, um dann erfolgreicher zu werden, um dann glücklicher zu sein. Die Glücksforschung bzw. die positive Psychologie dreht das um und sagt, dass Menschen, die glücklich(er) sind, auch erfolgreich sind. Man könnte also schlicht das harte Arbeiten weglassen und das Glücklichsein üben und trainieren, und sich dann am Erfolg erfreuen. Für manchen mag das ungewohnt sein und vielleicht auch ein wenig esoterisch klingen, aber es gibt viele Forschungsergebnisse, die genau in diese Richtung weisen.
Dass man Glücklichsein üben kann und ebenso trainieren kann wie Tennis oder Geige spielen, hängt damit zusammen, dass Glück von drei Faktoren beeinflusst wird: unsere Gene, äußere Umstände, und unser Denken. Nun können wir weder unsere Gene ändern noch die äußeren Umstände (diese nur mit sehr großer Anstrengung). Was wir aber aktiv tun können, ist Denken. Ich kann morgens beschließen, an diesem Tag glücklich sein zu wollen. Ich kann aber auch beschließen, dass der Tag grässlich werden wird und dass ich unzufrieden sein werde. Und wie das mit der selbsterfüllenden Prophezeiung ist, naja, dazu muss ich wohl wenig sagen.

Marcus Erken stellte uns zum Trainieren ine kleine Übung vor, die nichts kostet außer ein wenig Zeit: jeden Tag drei Dinge aufschreiben, die am vergangenen Tag gut waren oder die mich glücklich gemacht haben. Das ändert mittelfristig die Sichtweise und hilft, zwischen all den Frustmomenten, die es immer mal gibt, die schönen Dinge zu sehen und sich darüber zu freuen.

Wer tiefer einsteigen möchte, für den empfiehlt Marcus Erken das Buch „Happier“ des Harvard Professors Tal Ben-Shahar. Das Buch gibt es auch auf deutsch.
Meine persönliche Empfehlung ist „Lizenz zur Zufriedenheit“ von Dr. Nico Rose – mit diesem Buch kann man richtig intensiv arbeiten, wenn man möchte.

Ich wünsche allen einen glücklichen Tag!

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Klartext, Leadership, Meinung

Eine Antwort zu “Heute schon glücklich gewesen?

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