Bewerbungstipp (30): Trends

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie nicht mehr auf dem Laufenden sind, was die neuesten Bewerbungstrends und Kniffe angeht?

Wenn ja, dann sind Sie in guter Gesellschaft. Wer sich nicht regelmäßig bewirbt oder sich anderweitig mit dem Thema befasst, der macht sich im Allgemeinen keine Gedanken darüber, was denn nun gerade in ist und auch wenn selbst Lokalzeitungen alle paar Wochen sogenannte „Karriereseiten“ veröffentlichen und Tipps für Bewerbung und Beruf geben, ist nie so recht klar, was wirklich aktuell und gewünscht ist.

Ich finde das nicht schlimm. Trends für die Bewerbung kommen selten von den Unternehmen oder den Personalabteilungen selbst. Das kann man beklagen, wenn man in den großen Chor einstimmen möchte, der die Unbeweglichkeit und Langweiligkeit von HR besingt, das kann man sich aber auch zunutze machen, gerade als Bewerber.
Denn im Grunde hilft das ja, dass es schlussendlich für die meisten Vakanzen und für die meisten Arbeitgeber ausreicht, wenn ich eine sorgfältige, ordentliche Bewerbung schreibe, bei der ich nichts Wichtiges vergesse (wenn in der Ausschreibung nach Zeugnissen gefragt wird, schicke ich diese halt mit), bei der ich nichts Wichtiges weglasse und nichts dazu erfinde.

Trends sind spannend, keine Frage. Aber die Zeit, die Sie brauchen, um im Netz nach den neuesten Trends zu suchen und diese zu bewerten, die können Sie z.B. auch damit verbringen, Informationen zum suchenden Unternehmen zu sammeln oder Ihren Lebenslauf übersichtlich zu gestalten.

Wenn Sie sich natürlich auf der anderen Seite des Schreibtisches befinden, sei es als Recruiter, als Blogger, als Berater oder gar als Trendscout, dann ist es keine Frage, dass Sie Trends kennen sollten – oder vielleicht sogar einen neuen Trend erschaffen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gelassenheit und viel Erfolg bei Ihren Bewerbungen!

Advertisements

3 Kommentare

Eingeordnet unter Bewerbung, recruiting

3 Antworten zu “Bewerbungstipp (30): Trends

  1. Ich bin ja der Meinung, die sogenannten Bewerbungstrends sind Erfindungen von Ratgeberautoren, die gerne alle Jahre wieder eine neue Auflage verkaufen wollen. Und da ist es ja ganz praktisch, wenn es angeblich die Frühjahrstrends 2015 oder sowas gibt.

    Allenfalls ändert sich etwas in Größenordnungen von Jahren:

    Vor 10 Jahren war noch die chronologische Reihenfolge in der Berufserfahrung angesagt,heute hat sich die umgekehrt chronologische nahezu komplett durchgesetzt.
    Ähnliches gilt für die Mail-Bewerbung, die bis auf einzelne „Reservate“ die Papier-Bewerbung abgelöst hat.
    ABer um derlei Veränderungen mitzubekommen, braucht man keine Trends zu beobachten.

    • Andrea Ha.

      Danke für Deinen Kommentar!
      Ich kenne wenige Ratgeber, die aus der Praxis für die Praxis geschrieben wurden, aber die kommen ganz ohne das Ausrufen von Trends aus.

  2. Pingback: Ratgeber | AHa-Erlebnisse

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s