Personaler-ABC (15): Onlinebewerbung

O wie Onlinebewerbung

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Print noch lange nicht tot, aber es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in der Personalerwelt die Onlinebewerbung diskutiert wird. Zeit sparen soll das vor allem, schöne Statistiken soll man bekommen, etc.
Ich möchte hier gar nicht auf die besten und schlechtesten Beispiele von Karriereseiten und Onlineformularen eingehen. Das kann der Henner Knabenreich viel besser 😉 (http://personalmarketing2null.de/)

Aber ich möchte alle Kollegen und Kolleginnen ermuntern, einmal den eigenen Bewerbungsprozess zu durchlaufen und sich das verwendete Onlinebewerbungstool einmal „von außen“ anzuschauen. Wie steht es um die Usability, wie kommt man damit zurecht, wie viel Zeit braucht man, sind die einzelnen Schritte klar? Bei manchen Tools könnte man schreiend davonlaufen, und ich fürchte, viele Bewerber tun das auch. Nur erfährt man das nicht unbedingt und kann so auch nicht gegensteuern.

Kaufen Sie nicht einfach ein Tool, nur um eines zu haben. Schauen Sie, ob das Tool nicht nur Ihnen, sondern auch den Bewerbern den Prozess erleichtert. Prüfen Sie genau, wie nötig es ist, dass ein Bewerber alle Daten selbst einträgt, oder ob sich nicht ein Texterkennungs- oder Parsingtool anbieten würde. Bieten Sie nicht nur feste Auswahlmöglichkeiten (z.B. bei den besuchten Hochschulen oder dem Studiengang), sondern auch Freitextfelder.

Vergraulen Sie Ihre Bewerber nicht beim Versuch, zu Ihnen Kontakt aufzunehmen. Auch nichtpassende Bewerber können als Multiplikatoren dienen, und je positiver die Erfahrung, desto besser für den Ruf als Arbeitgeber.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Klartext, Personalarbeit, recruiting

2 Antworten zu “Personaler-ABC (15): Onlinebewerbung

  1. Außerdem…Ist das Onlinebewerbungstool Barrierefrei? Das hat zwar etwas mit Usability zu tun aber ich denke es ist trotzdem erwähnenswert. Ich hatte früher als Arbeitsuchende einige schlechte Erfahrungen mit schlecht bedienbaren Tools. Auf der anderen Seite können Onlinebewerbungsformulare den Bewerbungsprozess für Blinde und Sehbehinderte erleichtern, solange die Seiten barrierefrei gestaltet werden.

    • Andrea Ha.

      Danke für Deinen Beitrag!
      Meiner Meinung nach schließen sich Bedienbarkeit (für alle) und ansprechendes Design nicht aus. Und man muss, um Spam auszuschließen, auch nicht mit fotobasierten captchas arbeiten. Aber ich glaube, bis sich das durchsetzt, wird noch eine Zeit vergehen.

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