Was hat Führung mit Hasenfüßen und Schaumschlägern zu tun?

Hoffentlich wenig – auch wenn es unzählige Bücher, Blogartikel, Seminare, Webinare und andere Formate gibt, die erzählen, wie gute Führung sein könnte/sollte/müsste und was schlechte Führung so alles anrichtet.

In den letzten Tagen habe ich einiges zum Thema Führung gelesen. Zum Beispiel ein Interview mit Reinhard K. Sprenger (http://www.haufe.de/personal/hr-management/interview-mit-reinhard-k-sprenger-zu-kontrolle-in-der-fuehrung_80_141408.html)

Darin sagt er u.a. „Vertrauen und Kontrolle schließen sich nicht aus, sondern bedingen einander. Insofern gehört zur Führungsaufgabe immer auch Kontrolle.”

Das mag mancher nicht gerne hören. Kontrolle klingt für viele nach Zucht und Ordnung, nach Prüfung, nach Überwachung gar. Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Führung eben nicht nur kuschelig ist, sondern auch bedeutet, Orientierung zu geben, Grenzen zu setzen, und Dinge auch zu kontrollieren.

Apropos kuschelig, vielen weiblichen Führungskräften wird nachgesagt, sie seien zu weich und zu wenig souverän. Deshalb gibt es Seminaranbieter, die sich vor allem mit dieser Zielgruppe befassen und helfen wollen, dass Frauen in die Lage versetzt werden, durchsetzungsstark zu führen. Auf Xing las ich eine Seminarankündigung dazu: „Als weibliche Führungskraft gilt es, unterschiedliche Charaktere zu führen, zu motivieren, aber auch einmal Kritik zu üben.“ Nun bin ich ja selbst eine Frau und kann mich nur begrenzt hineinversetzen in die Rolle einer männlichen Führungskraft, aber für mich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es für Führungskräfte jeglichen Geschlechts gilt, „unterschiedliche Charaktere zu führen, zu motivieren, aber auch einmal Kritik zu üben.“ Sollte ein Mann das anders sehen, bin ich gerne bereit, dazuzulernen. Jedenfalls halte ich mich nicht für die Zielgruppe dieses Seminars und werde mich dort auch nicht anmelden.

Für alle, die sich fragen, wie man Führungskräfte mit Hasenfüßen und Schaumschlägern verbinden kann: mit einer kleinen Wortspielerei geht das ganz problemlos. Sie kennen das ja vielleicht, ein aus zwei Hauptwörtern bestehendes Wort wird zum Anfang einer Wortkette gemacht, und das zweite Wort wird immer wieder zum Beginn eines neuen Wortes. So wird aus Führungskraft ein Kraftfeld, Feldhase, Hasenfuß, Fußbank, Bankräuber, Räuberhöhle, Höhlenkäse, Käseglocke, Glockenturm, Turmbau, Bauschaum, Schaumschläger… diese Übung hilft zwar nicht für konkrete Führungsherausforderungen, aber ist gut geeignet, das Hirn mal aufzuwecken, abzulenken und einfach die Gedanken wandern zu lassen. Und manchmal ergeben sich daraus ganz neue Perspektiven.

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